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Australian Shepherd Versicherung 2026: MDR1, Epilepsie & Augen

Veroeffentlicht: 28.04.2026 Lesezeit: 2 Min.
Australian Shepherd Versicherung 2026: MDR1, Epilepsie & Augen

Der Australian Shepherd ist intelligent, sportlich und wunderschön — aber auch genetisch vorbelastet. Der MDR1-Gendefekt, Epilepsie und Augenerkrankungen (CEA, PRA) machen den Aussie zu einem Hund, der unbedingt eine gute Versicherung braucht. Besonders der MDR1-Defekt kann bei falscher Medikation lebensbedrohlich werden.

Rassetypische Erkrankungen beim Australian Shepherd

ErkrankungHäufigkeitKosten
MDR1-Gendefekt50% Träger, 25% homozygotGentest: 60 €, Notfall: 500-3.000 €
Epilepsie5-10%300-1.000 €/Jahr (Medikamente)
CEA (Collie Eye Anomaly)5-10%OP: 1.000-2.000 €
PRA (Progressive Retina Atrophie)3-5%Nicht behandelbar (Erblindung)
Hüftdysplasie (HD)10-15%2.000-6.000 €
Autoimmunerkrankungen5-8%500-2.000 €/Jahr
Allergien10-15%500-1.500 €/Jahr

MDR1-Gendefekt: Das müssen Sie wissen

Der MDR1-Defekt (Multi Drug Resistance 1) betrifft rund 50% aller Australian Shepherds als Träger, 25% sind homozygot betroffen. Der Defekt führt dazu, dass bestimmte Medikamente nicht aus dem Gehirn transportiert werden können — mit potenziell tödlichen Folgen.

Gefährliche Medikamente bei MDR1-Defekt:

Ein MDR1-Gentest kostet 60 Euro und kann Leben retten. Lassen Sie Ihren Aussie UNBEDINGT testen.

Epilepsie beim Australian Shepherd

Die idiopathische Epilepsie tritt beim Aussie häufiger auf als bei den meisten anderen Rassen. Die Anfälle beginnen typischerweise zwischen 1 und 5 Jahren. Die Behandlung ist lebenslang:

Versicherungsempfehlung

Für den Australian Shepherd empfehle ich die Vollversicherung. Die Kombination aus potenziellen OP-Kosten (HD, CEA) und chronischen ambulanten Kosten (Epilepsie, Autoimmun) macht eine reine OP-Versicherung unzureichend.

AnbieterMonatlich abEpilepsie gedeckt?HD-Wartezeit
Petolo32 €Ja12 Monate
Agila25 €Ja6 Monate
HanseMerkur30 €Ja12 Monate
Uelzener38 €Ja6 Monate

FAQ

Ist der MDR1-Test Voraussetzung für die Versicherung?

Nein, kein Versicherer verlangt einen MDR1-Test. Aber: Wenn Ihr Hund durch eine falsche Medikation (weil MDR1 nicht bekannt war) einen Notfall hat, zahlt die Versicherung trotzdem — es war ja eine unbeabsichtigte Vergiftung.

Werden Epilepsie-Medikamente dauerhaft erstattet?

Bei der Vollversicherung ja. Epilepsie ist eine chronische Erkrankung, deren laufende Behandlung gedeckt ist, solange die Diagnose nach Vertragsschluss und Wartezeit gestellt wurde.

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